Eine gerechte Reform des Berufsbildungsgesetzes!

Wir fordern ein Berufsbildungsgesetz (BBiG), das alle Formen der betrieblichen Ausbildung erfasst, das Qualitätsstandards festschreibt, junge Menschen von Kosten entlastet, die aufgrund der Ausbildung entstehen und Mitbestimmung auch an Berufsschulen ermöglicht.

Jugendliche brauchen eine qualitativ hochwertige Ausbildung und klare, verlässliche Bedingungen. Aus der Sicht der IG Metall Jugend gibt es daher tiefgreifenden Reformbedarf im Berufsbildungsgesetz. Dazu zählen die folgenden Punkte:

  • Verankerung eines Rechtsanspruchs auf Ausbildung: Wir brauchen ein auswahlfähiges Angebot an qualifizierten Ausbildungsplätzen.
  • Recht auf Übernahme: Zu einem neuen Verhältnis von Ausbildung und Arbeit gehört die gesetzlich garantierte Übernahme nach der Ausbildung.
  • Modernisierung der Berufsschulen: Statt kommunaler Sparexzesse bedarf es klarer Qualitätsstandards und moderner Unterrichtskonzepte.
  • Durchlässigkeit zur Hochschule: Der Zugang zu Hochschulen muss geöffnet werden, damit mehr Menschen mit Berufsausbildung studieren können.
  • Außerbetriebliche Mitbestimmungsrechte ausbauen: Jugendliche in der Ausbildung müssen mitbestimmen dürfen – und zwar sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule.
  • Erhöhung der Ausbildungsqualität: Wir brauchen gesicherte Qualitätsstandards und bessere Kooperation zwischen Berufsschule und Betrieb.
  • Förderung von Schwächeren: Jugendliche mit Lernschwierigkeiten brauchen mehr Förderung.
  • Ausbildungsvergütung: Ausbildungsvergütungen sollten existenzsichernd sein.