Bildung in der IG Metall

Bild: IG Metall

Bildung zählt für die IG Metall seit ihrem Bestehen zu den zentralen Feldern ihrer Arbeit. In den sieben Bildungsstätten der Gewerkschaft nehmen Jahr für Jahr Zehntausende die Gelegenheit zur persönlichen und beruflichen Weiterbildung und -entwicklung wahr. Von der Qualifizierung für die Arbeit in der betrieblichen Interessenvertretung als Betriebsrat oder JAV über die Grundlagen professioneller Öffentlichkeitsarbeit bis zu politischer Bildung und Aufklärung vor allem im Bereich Rassismus und Fremdenhass reicht das Spektrum, aber auch aktuelle Themen wie Globalisierung und Migration kommen nicht zu kurz. Damit diese Angebote auch tatsächlich möglichst vielen Menschen offenstehen, gibt es vielfach die Möglichkeit, sich für die Teilnahme von der Arbeit freistellen zu lassen.

Hier findet ihr das aktuelle Bildungsprogramm der IG Metall

Hier findet ihr eine Übersicht über die Bildungsstätten der IG Metall

 

Doch die Aktivitäten in Sachen Bildung gehen noch weiter. Denn mit dem Tarifabschluss im Frühjahr 2015 ist es der IG Metall erstmals gelungen, einen Anspruch auf Bildungsteilzeit für Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie zu sichern. Damit haben IG Metall und Arbeitgeber ein Instrument geschaffen, um Fachkräfte aufzubauen, die die Wirtschaft bedingt durch den demografischen und technologischen Wandel benötigt. Langfristiges Ziel müsse sein, "aus Arbeitsplätzen Lernplätze“ zu machen, wie der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann, es auf dem IG Metall-Gewerkschaftstag im Oktober 2015 in Frankfurt formulierte. Dazu sei die nun beschlossene Bildungsteilzeit nur ein erster Schritt in die richtige Richtung, dem weitere folgen müssten.

Hier findet ihr weitere Informationen zur Bildungsteilzeit

 

Von ebenso großer Bedeutung erscheint eine gründliche Überarbeitung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG), in dem etwa noch immer kein Recht auf einen Ausbildungsplatz für alle jungen Menschen verankert ist. Ebenso mangelt es an verbindlichen Qualitätsstandards in der Ausbildung und an Richtlinien für die Qualifikation von Ausbildern und die Eignung von Betrieben. Nicht zuletzt sollte Lehr- und Lernmittelfreiheit längstens eine Selbstverständlichkeit sein, denn bis heute müssen junge Menschen von ihrer oftmals ohnehin nicht existenzsichernden Ausbildungsvergütung auch noch die für die Ausbildung erforderlichen Materialien aus eigener Tasche zahlen.

Hier findet ihr weitere Informationen zum BBiG