Dem Rechtsruck entgegentreten: Für eine solidarische Gesellschaft

Bild: Marco Verch, "Nazis Raus - Vielfalt"; Lizenz: CC BY 2.0, creativecommons.org

Die am 11. Februar verabschiedete Resolution wendet sich ausdrücklich gegen Forderungen, wie sie in der jüngeren Vergangenheit von ranghohen AfD-Vertretern erhoben wurden. Da wird etwa der Schießbefehl an deutschen Grenzen angesprochen, den die AfD-Vorsitzende Frauke Petry gefordert hatte oder zahlreiche Äußerungen des AfD-Vertreters Björn Höcke, der über angebliche biologistische Unterschiede zwischen Menschen europäischer und afrikanischer Herkunft fabulierte und mit einer Rhetorik auffiel, die viele unmittelbare Anleihen bei Nazigrößen wie etwa Joseph Goebbels nahm. 

Wörtlich heißt es: „Es ist verbrecherisch und skandalös, Menschen, die vor schwierigen und oftmals lebensbedrohlichen Situationen in ihren Heimatländern und in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft fliehen, an den europäischen Grenzen abzuweisen oder notfalls auch zu erschießen. 

Dem will die Gewerkschaftsjugend „aktive Integration“ entgegensetzen – und „dafür bedarf es neben Integrations- und Sprachkursen auch Wege in Bildung und Berufsausbildung“, heißt es in der Resolution. „Deutlich mehr gesetzliche und tarifliche Instrumente“ seien erforderlich, um dieses Ziel zu erreichen, heißt es weiter. Denn Integration ist aus Sicht der Gewerkschaftsjugend nicht nur ein selbstverständliches Gebot der Menschlichkeit – sondern im Angesicht des drohenden Fachkräftemangels auch wirtschaftlich vernünftig.

Die IG Metall Jugend betont dabei, dass sie für „gleiche Arbeits- und Ausbildungsbedingungen aller Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Aufenthaltsstatus“ stehe. Vorschläge wie etwa Ausnahmen von Mindestlohn für Geflüchtete, wie sie derzeit aus Politik und Wirtschaft zu vernehmen seien, seien entschieden abzulehnen. Vielmehr sei es an Politik und Wirtschaft, „die berufliche Bildung im Zeitalter von Digitalisierung und Industrie 4.0 dem technologischen Fortschritt“ anzupassen.

Hier findet sich die Resolution in vollem Wortlaut

 
Foto: Marco Verch, http://foto.wuestenigel.com/nazis-raus-vielfalt/