10 typische Eigenschaften der so genannten „Generation Y“

Bild: IG Metall

1. Selbstbewusst: Die Generation Y ist selbstbewusst – und weiß, welche Macht sie hat. In Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels sind Arbeitgeber auf sie ebenso angewiesen wie Politiker in Zeiten sinkender Wahlbeteiligung. Das können sie nutzen, um mitzureden.

2. Individualistisch: Die "Ypsiloner" gestalten nicht nur ihr Leben nach ihren Vorstellungen – auch ihre Arbeit soll mehr sein als nur Broterwerb. Dabei geht es weniger um Geld als um die Frage, ob ihr Job zu ihnen und zu ihren Ideen passt. Denn eine erfüllte Arbeit ist wichtiger als eine Mega-Karriere.

3. Pragmatisch: Starre Ideologien sind nicht ihre Sache, weder im Beruf noch in der Politik. Sie richten sich lieber nach ihren eigenen Überzeugungen und bringen sich dort ein, wo sie gemeinsam etwas bewegen können. Auf der Arbeit, in der Gesellschaft oder im Supermarkt.   

4. Digital native: Sie sind mit Internet und Handy aufgewachsen. Was für ihre Eltern noch Tageszeitung und Fernsehen waren, das ist für sie das weltweite Netz mit allen seinen Möglichkeiten. Chefs und Politiker, die „dieses Internet“ nicht verstehen, können sie nicht richtig ernst nehmen.

5. International: Ihre Welt ist geprägt von rasender Globalisierung und digitaler Vernetzung. Und sie wollen von dieser Welt auch etwas sehen. Ob in der Ausbildung, im Studium, im Beruf oder im Urlaub – nationale Grenzen sind für die „Ypsiloner“ von gestern.  

6. Krisenerprobt: Seit sie denken können ist Krise. Von 9/11 über den „Krieg gegen den Terror“ bis zur Finanz- und Eurokrise ist nur eines sicher: Dass nichts mehr sicher ist. Sie haben gelernt damit zu leben. Was sollen sie auch anderes tun?

7. Skeptisch: Großen Versprechen steht die Generation Y erst einmal zurückhaltend gegenüber. Sie fragt lieber nach und will die Dinge verstehen. Erst dann bringt sie sich mit voller Energie ein. Schließlich sind sie nicht blöd und wollen sich nicht verarschen lassen.

8. Freunde und Familie: Das Private ist ihnen oft wichtiger als der Job. Denn die 20-30-Jährigen leben nicht, um zu arbeiten. Sie arbeiten, um zu leben, um eine gute Zeit mit ihren Freunden und später auch ihren Kindern zu haben.

9. Bildungshungrig: Gute Bildung ist wichtig. Denn gute Bildung verschafft nicht nur eine bessere Position gegenüber möglichen Arbeitgebern. Gute Bildung ist auch der Schlüssel, um die komplizierte Welt von heute ein Stückchen besser zu verstehen.

10. Unabhängig: Die Generation Y lässt sich nicht vereinnahmen. Die „Ypsiloner“ entscheiden selbst und immer wieder neu, wo sie leben und arbeiten, wofür sie sich stark machen, wen sie wählen oder was sie einkaufen. Denn falsche Loyalitäten ergeben für sie keinen Sinn. 


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